In der Pfarrkirche St. Jakobus. d. Ä., Schimborn hat Weihbischof Paul Reder am Freitag, 3. März 2026, sieben Frauen und zwei Männer als Gottesdienstbeauftragte zum Dienst in ihren Gemeinden beauftragt. Die Urkunde erhielten Andrea Behl (Geiselbach), Bernadette Brehm (Goldbach), Gerhard Dalberg (Aschaffenburg), Annette Freund (Stockstadt), Heike Hahn (Niedersteinbach), Wanda Jung (Aschaffenburg), Herta Röll (Alzenau), Steffen Rosenberger (Schimborn) und Felicitas Tenbrink (Mömbris).
„Sag mal, hörst du mir eigentlich zu?“ – diese Grundfrage in Beziehung und Kommunikation stellte Weihbischof Paul Reder an den Beginn seiner Predigt. Beziehung und Kommunikation seien auch die Grundpfeiler jeder Liturgie. In jeder liturgischen Feier gehe es darum, zu Gott in Beziehung zu treten, die Gemeinde aber gleichzeitig durch eine verständliche Sprache zu sammeln und auf den Weg der Begegnung zu führen – so der Weihbischof.
Ausgehend vom alttestamentlichen Text des „Höre, Israel“ (Dtn 6,3–9) sei die Frage „Sag mal, hörst du mir eigentlich zu?“ eine Anfrage Gottes an jede und jeden. Die Gottesdienstbeauftragten sollen diese Frage in den Gemeinden wach und damit die Wirksamkeit des Wortes Gottes im menschlichen Leben lebendig halten – in allen unterschiedlichen Formen der Liturgie, die die Kirche kennt. Der Dienst als Gottesdienstbeauftragte sei eine wirkliche Gabe des Heiligen Geistes. Am Ende seiner Predigt gab der Weihbischof den neuen Gottesdienstbeauftragten mit, Menschen zu sammeln und zu verbinden: mit Gott und als Gemeinschaft, „denn unser Glaube kommt vom Hören und wird bestärkt in den liturgischen Feiern.“
Die Wort-Gottes-Feier begann mit einer Erinnerung an die Taufe, die die Grundlage zum Dienst als Liturgin und Liturge ist. Nach der Verkündigung und der Auslegung des Wortes Gottes überreichte Weihbischof Paul die bischöflichen Urkunden und sprach das Beauftragungsgebet über die neuen Gottesdienstbeauftragten. Am Ende der Feier dankte Steffen Rosenberger im Namen der Gruppe Mentor Michael Pfeifer für die intensive Ausbildung und Weihbischof Paul für die Feier der Beauftragung. Ein Empfang im Pfarrheim schloss sich an, bei dem die Familienangehörigen und Freunde mit den neuen Gottesdienstbeauftragten ins Gespräch kamen.
Die Beauftragungsfeier war der Abschluss eines knapp einjährigen Kurses, den die Frauen und Männer unter Anleitung von Mentor Michael Pfeifer absolvierten. In abendlichen Einheiten und Studientagen erarbeitete sich die Gruppe ein Grundverständnis von Liturgie und betrachtete dabei den Aufbau liturgischer Feiern sowie die Einzelelemente des Gottesdienstes näher. Besonders im Mittelpunkt stand die Wort-Gottes-Feier mit ihren verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten.

