Am Freitag, 2. Oktober 2026, beauftragte Weihbischof Paul Reder in der Kilianskapelle des Exerzitienhauses Himmelspforten in Würzburg sieben neue Gottesdienstbeauftragte zum Dienst in den Gemeinden. Die Urkunde erhielten Jeremia Berschauer (Würzburg), Farina Deifel-Stein (Marktbreit), Enrico Eismann (Eichenzell, für den PR Bad Brückenau), Wolfgang Kurfeß (Rannungen), Tobias Richartz (Bad Brückenau), Christine Vey-Jung (Zellingen) und Michael Volmer (Obernburg).
Am Beginn der Wort-Gottes-Feier stand die Erinnerung an die Taufe, die die Grundlage zum Dienst als Liturgin und Liturge ist. Die zu Beauftragenden gestalteten besonders den Verkündigungsteil mit und bekamen nach der Auslegung der Heiligen Schrift die bischöflichen Urkunden überreicht. Weihbischof Paul sprach anschließend das Beauftragungsgebet und wünschte den neuen Gottesdienstbeauftragten Gottes Segen für den Dienst. Im Namen der Gruppe dankten Jeremia Berschauer und Michael Volmer am Ende der Feier allen Verantwortlichen für die Begleitung auf dem intensiven Weg der Ausbildung. Ein Empfang im Kreuzgang des Exerzitienhauses schloss sich an, bei dem die Mitfeiernden mit den neuen Gottesdienstbeauftragten ins Gespräch kamen.
In seiner Predigt vertiefte Weihbischof Paul den Gedanken der Taufberufung besonders hinsichtlich der Frage nach der Salbung, die im Evangelium deutlich wurde. In der Taufe „haben wir die Salbung und Sendung Christi empfangen. Und zu dieser Sendung gehört es auch, Gottes Gegenwart in dieser Welt spürbar zu machen, indem wir ihn gemeinsam als sein Volk loben“ – so der Weihbischof. In unterschiedlichen Bereichen und durch vielfältige Formen sollen die neuen Gottesdienstbeauftragten die frohe Botschaft zu den Menschen bringen. Der Weihbischof schloss mit einem hilfreichen Tipp an die neuen Gottesdienstbeauftragten, der die Frage der Vorbereitung in den Blick nahm: „Ein guter Gottesdienst steht nicht unter dem Anspruch der Perfektion eines fehlerfreien Produkts. Wenn ihre Vorbereitung vom Inhalt und auch vom zeitlichen Umfang die Freude an der Feier des übernächsten Gottesdienstes wachhält oder gar fördert, sind sie auf dem richtigen Weg.“
Die Beauftragungsfeier setzte den Schlusspunkt des diözesanen Sammelkurses, der den Teilnehmer/-innen aufgrund ihrer theologischen Vorbildung und vielfältigen Erfahrungen (besonders im Bereich von Schulgottesdiensten) eine verkürzte Ausbildung ermöglichte. Unter der Anleitung von Bernhard Hopf und Dr. Markus Münzel vertieften die Frauen und Männer in drei Studientagen die zuvor im Eigenstudium erworbenen theoretischen Grundlagen für die Feier der Liturgie, besonders der Wort-Gottes-Feier. Unter Anleitung von Rhetoriktrainer Erwin Sickinger konnte die Gruppe außerdem an einem zusätzlichen Studientag ihre rhetorischen Kompetenzen weiterentwickeln.

